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Die falsche Art zu lesen: Extensives vs. intensives Lesen

1. März 2024Bookworm
Die falsche Art zu lesen: Extensives vs. intensives Lesen

Sie haben ein Harry-Potter-Buch in Ihrer Zielsprache gekauft. Sie setzten sich, Wörterbuch in der Hand. Sie lasen den ersten Satz. Schlugen ein Wort nach. Lasen den zweiten Satz. Schlugen zwei Wörter nach. Eine Stunde später sind Sie auf Seite 2 und haben Kopfschmerzen. Sie geben auf.

Das ist Intensives Lesen. Es ist nützlich, aber so lernt man nicht lesen. Sie brauchen Extensives Lesen.

Der Unterschied

Intensives Lesen: Hoher Fokus. 100% Verständnis. Kurze Texte. Ziel: Genaue Grammatik/Vokabeln lernen. (Das ist "Studieren")

Extensives Lesen: Entspannter Fokus. 70-80% Verständnis. Lange Bücher. Ziel: Genuss und Fluss. (Das ist "Lesen")

Warum Extensives Lesen gewinnt

Untersuchungen zeigen, dass man ein Wort in 10-20 verschiedenen Kontexten sehen muss, um es zu lernen. Intensives Lesen gibt Ihnen ein tiefes Verständnis für einen Kontext. Extensives Lesen gibt Ihnen ein oberflächliches Verständnis von 20 Kontexten. Für die Geläufigkeit brauchen Sie letzteres.

Die Regeln des Extensiven Lesens

  1. Keine Wörterbücher: Unterbrechen Sie nicht den Fluss. Wenn Sie die Bedeutung erraten können, machen Sie weiter. Wenn nicht, überspringen Sie es. Wenn das Wort wichtig ist, kommt es wieder.
  2. Wählen Sie einfache Bücher: Sie sollten 98% der Wörter auf der Seite kennen. Wenn es mehr als 5 unbekannte Wörter pro Seite gibt, ist es zu schwer. Legen Sie es weg.
  3. Legen Sie langweilige Bücher weg: Wenn es Ihnen keinen Spaß macht, werden Sie nichts lernen. Lesen Sie kitschige Liebesromane, Comics oder Kinderkrimis. Was auch immer Sie dazu bringt, die Seite umzublättern.
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